Märchenort Puddemin

DIE FÄHIGKEIT ZU STAUNEN …

Die Fähigkeit zu staunen ist der Anfang aller Weisheit.

Platon zitiert nach E. Fromm

In der diesjährigen Adventszeit empfängt STERNTALER die Besucher unseres Cafés. Als arme Waise ging Sterntaler hinaus in die Welt. Sie verschenkte das Wenige, das sie besaß, an andere Bedürftige, die ihr auf ihrem Weg begegneten. Als sie schließlich auch noch das Hemdchen abgegeben hatte, fielen die Sterne als Silbertaler vom Nachthimmel.

Sehr kraftvoll ist die in diesem Märchen verwendete Symbolsprache. Die Gesetze der Welt scheinen hier keine Macht zu besitzen. Nicht die Überlegung "was nützt es mir?" steht bei Sterntaler im Vordergrund, sondern das sich selbst vergessende Handeln. Der andere wird so wichtig, dass man sich selbst vergisst, seine Maske fallen lässt und ganz im Moment lebt. Und genau dann geschieht das Unerwartete: die Sterne fallen als Silbertaler vom Nachthimmel.

Darüber zu staunen, das ist der Anfang aller Weisheit. Wenn Sie dieses Märchen der Gebrüder Grimm nachlesen möchten, können Sie diesem link http://gutenberg.spiegel.de/buch/-6248/162 folgen.

WIR SIND FREUNDE !

Ob als Wächter, Gefährte, Seelenverwandter oder Partner, der Hund begleitet den Menschen schon seit mehr als 25.000 Jahren. Daher verwundert es nicht, dass der Hund für den Menschen weit mehr als ein  bloßes Nutztier ist. So sagte Erasmus von Rotterdam im Mittelalter: „Es gibt kein Tier, das mehr Freund des Menschen ist als der Hund.“

In unzähligen Varianten finden wir die Kernaussage dieses Satzes über die enge Verbundenheit zwischen Mensch und Hund bis zum heutigen Tag wieder. Ein schönes Beispiel dafür aus unseren Tagen ist das Zitat von Loriot, der sagte: „Ein Leben ohne Mops ist möglich….lohnt sich aber nicht!“ Angesichts dieser engen Verbindung zwischen zwei Wesen aus verschiedenen Arten verwundert es nicht, dass der Hund in fast allen Mythologien und Märchen eine wichtige Rolle spielt.

Hierzu sei u.a. auch auf die rügener Ortssage „Vom Krüger von Poseritz und seinem schwarzen Pudel“ (http://gutenberg.spiegel.de/buch/ernst-moritz-arndt-m-2228/11)  verwiesen. Die Sage spielt in Poseritz und berichtet von der engen Beziehung des ortsansässigen Gastwirts zu seinem schwarzen Pudel. Alsbald kursierten die absonderlichsten Gerüchte über Hund und Herrchen und man ahnt, dass die Geschichte ein dramatisches Ende nehmen wird. Nachzulesen ist sie in plattdeutscher Sprache auf der tollen Seite des Spiegel-Gutenberg-Projektes. Hierbei  wünschen wir viel Freude…. und hoffen, auch am Märchenabend am Freitag, den 28.4.2017 mit Frau Ulbricht im Galerie-Café Friedrich weitere interessante Aspekte zum Thema  „Mensch und Tier- im Märchen sind wir Freunde!“ zu erfahren.

MÄRCHENABEND AM 28. APRIL 2017

Ende April ist es endlich wieder soweit! Unsere diesjährige Märchen-Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit dem Thema Freundschaft. Den ersten Abend hierzu wird die greifswalder Märchenerzählerin Adelheid Ulbricht gestalten. Zum Thema: "Wie sind Freunde! Menschen und Tiere als Freunde im Märchen" hören wir Altbekanntes und Neues aus dem reichen Märchenschatz von Frau Ulbricht. Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr und endet ca. gegen 20:00 Uhr. Sie findet im Galerie-Café Friedrich in Puddemin 15 statt. Wir freuen uns sehr darauf!